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06.08.2012, Jörg Zell

Fünf Praxistipps für mobile Werbung

Wenn Sie kürzlich in das Webanalysetool Ihrer Website oder Ihres Shops geschaut haben, werden Sie es gesehen haben: Die mobile Internetnutzung nimmt von Tag zu Tag zu. Höchste Zeit also, die Suchmaschinenwerbung, sprich GoogleAdwords in erster Linie, auf die Zielgruppe der Smartphone- und Tablet-User zu optimieren. Hier fünf einfache Tipps aus der Praxis zum Einstieg:

1. Legen Sie eigene Kampagnen für mobile Anzeigen an

Mobile Nutzer verhalten sich anders als Desktop-Nutzer. Erstellen Sie daher auf jeden Fall eigene Kampagnen für jeden Kanal. Werten Sie mit den Google Tools wie dem Keyword-Tool aus, wonach mobile Nutzer suchen und wie hoch das jeweilige Suchvolumen für die Keywords ist.

Ändern Sie die Einstellungen in Ihrem Adwords-Konto so, dass keine Desktop-Anzeigen an Mobilgeräte ausgeliefert werden und beginnen Sie mit eigenen mobilen Kampagnen.

Wichtig: bei mobilen Anzeigen in der Google-Suche sind vor allem die ersten beiden Anzeigenpositionen wichtig. Die nachfolgenden Werbeplätze sind erfahrungsgemäß von mobilen Nutzern nicht interessant.

2. Die richtigen Keywords für mobile User

Neben dem Anzeigentext und der Landing Page entscheidet vor allem die Auswahl der passenden Keywords darüber, ob Ihre Adwords-Kampagnen erfolgreich sind. Beachten Sie aber, dass mobile Nutzer anders suchen als Desktop-Nutzer. Nur die wenigsten Nutzer werden auf ihrem Smartphone Keywordkombinationen aus drei und mehr Wörtern eingeben. Mobile Nutzer suchen in der Regel nach kürzeren Keywords.

3. Sprechen sie mobile Nutzer gezielt an

Im Idealfall haben Sie mehr Informationen über den mobilen Nutzer als über den Desktop-Nutzer. Sie wissen, welches Gerät, welches Betriebssystem genutzt wird und oft wissen Sie sogar, wo sich der Nutzer gerade befindet. Nutzen Sie diese Informationen für eine individuelle Ansprache in Ihren Anzeigen.

Den Aufenthaltsort des Nutzers können Sie beispielsweise gut in den Anzeigentext einbeziehen. Am besten verbinden Sie dann noch Ihren Google-Places-Account mit der mobilen Adwords-Kamapagne!

4. Richten Sie Ihre Kampagnen auf die unterschiedlichen Geräte aus

Klickanreize funktionieren in mobilen Werbeanzeigen in der Praxis recht gut. Wenn Ihr „Call-to-Action“ beispielsweise zu einem Download oder einer App führen so, hilft Ihnen die Info, welches Gerät genutzt wird.

So können Sie beispielsweise iPhone-Nutzer und Android-Nutzer zur jeweils passenden App führen. In Ihrem Google Adwords-Konto müssen Sie allerdings die Einstellungen ändern: Definieren Sie für gerätespezifische Kampagnen im Adwords-Konto die Geräte oder Netzbetreiber, die für Ihre Kampagne relevant sind.

5. Testen Sie Ihre mobilen Kampagnen gegeneinander

Sind Ihre Kampagnen online, möchten Sie herausfinden, ob die ausgewählten Keywords erfolgreich sind, d.h. ob Anzeigentext und Anzeigentitel gut formuliert sind und ob Text und Keyword zusammen passen. Für solche Performance-Tests nutzt man in der Regel sogenannte A/B-Tests. Die Tests von mobilen Kampagnen laufen dabei genauso wie auch die Tests von Desktop-Kampagnen:

Erstellen Sie zwei Varianten Ihrer Anzeigen und messen Sie nach einiger Zeit die „Click Through Rate“ (also die Klickrate, auch CTR abgekürzt) beider Anzeigen. Die erfolgreichere Anzeige lassen Sie nun weiter laufen, während Sie die unterlegene Anzeige durch eine neue Anzeige ersetzen, die wieder in den A/B-Test geschickt wird.

Jörg Zell
Jörg Zell

Geschäftsführender Gesellschafter