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08.11.2012, Jörg Zell

Plomino: Webapplikationen in Plone erstellen

Mit dem Plone-Produkt Plomino lassen sich in wenigen Minuten funktionsfähige Webapplikationen innerhalb von Plone erstellen. Und das ohne Programmierkenntnisse und komplett webbasiert.

Eine herausragende Eigenschaft des Content Management Systems Plone ist, dass es für Redakteure sehr leicht zu bedienen ist. Ohne Handbuch und Schulung können auch CMS-Einsteiger sofort loslegen und Seiten anlegen, Bilder einfügen und die Navigationsmenüs der Website erstellen.

Wenn es jedoch darum geht, anspruchsvollere Webapplikationen zu erstellen, muss in der Regel allerdings ein Plone-Entwickler ran. Das ist übrigens bei den allermeisten anderen Content Management Systemen so. Mit einem kleinen, leicht zu installierenden Zusatzprodukt namens Plomino wird aus Plone aber im Handumdrehen ein Tool, mit dem jeder seine eigenen Webanwendungen erstellen kann.

Welche Webapplikationen sind machbar?

Die Bandbreite dessen, was mit „Webanwendung“ in diesem Zusammenhang gemeint ist, ist riesig. Ein paar Beispiele:

  • Telefonverzeichnis aller Unternehmensabteilungen und Mitarbeiter
  • Mitgliederdatenbank einer Organisation
  • Literaturdatenbank
  • Bilddatenbank
  • Wettervorhersage für Unternehmensstandorte
  • Anzeige von Standorten auf GoogleMaps
  • Standortsuche nach Postleitzahlen
  • Suche in einer Datenbank mit Autocomplete-Funktion
  • Ferienhausdatenbank
  • Visualisierung von Wahlergebnissen oder Unternehmenszahlen auf dynamischen Charts

Beispiel: Rezeptdatenbank

Wir haben auf unser Plone-Demoseite ein einfaches Beispiel einer Plomino-Anwendung erstellt: eine Rezeptdatenbank. Das hat ganze 20 Minuten gedauert und liefert im Ergebnis eine Eingabemaske für Rezepte mit mehreren Feldern wie Zutaten, Zubereitungszeit, Anleitung etc. Darüber hinaus eine dynamische Auflistung aller Rezepte in einer sortier- und filterbaren Tabelle und Volltextsuche. Mit dem Login demouser/demouser kann man sich in der Rezeptdatenbank einloggen und selbst Rezepte hinzufügen.

Für diese und viele weitere Anwendungsfälle ist Plomino ein gutes Werkzeug, um sofort verwertbare Anwendungen zu „entwickeln“. Wobei entwickeln eigentlich zu viel gesagt ist, da viele Funktionen, die man für typische Webanwendungen benötigt, sofort angewendet werden können.

Typischerweise benötigt man für die meisten der gerade genannten Beispiele eine Datenbank, eine Eingabemaske (Formulare) für die Daten, eine Auflistung der Daten in sortierbarer Tabellenform, je nach Nutzer unterschiedliche Reports, eine Kategorisierung der Daten, eine Visualisierung der Daten in Form von Detailansichten, Karten oder Charts, eine Suchseite oder auch dynamisches HTML

All diese Dinge kann Plomino von Hause aus. Wenn die Anforderungen dann noch spezieller werden, können alle Funktionen mit Python-Scripts oder Javascript weiter manipuliert werden. So können Entwickler über das Webinterface spezifische Aktionen, Events oder berechnete Felder erstellen. Zum Scripten steht dem Entwickler ein Inline Code Editor mit Debugging-Funktionalitäten und sogar Performance-Profiling zur Verfügung.

Damit ist Plomino sowohl für Redakteure als auch für Plone-Entwickler ein ideales Werkzeug.

Jörg Zell
Jörg Zell

Geschäftsführender Gesellschafter