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19.12.2011, Martin Bodatsch

Datenschutz-Problematik bei Social Plugins

Immer mehr Datenschützer raten von der Verwendung des „Gefällt mir“-Buttons ab, da Facebook & Co. bei eingeloggten Nutzern bereits Daten sammeln, wenn dieser Nutzer eine Website mit „Gefällt mir“-Button öffnet

Nun gibt es auch einen Beschluss der obersten Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich. Dort heißt es:

"Das direkte Einbinden von Social Plugins, beispielsweise von Facebook, Google+ oder Twitter, in Websites deutscher Anbieter, wodurch eine Datenübertragung an den jeweiligen Anbieter des Social Plugins ausgelöst wird, ist ohne hinreichende Information der Internetnutzerinnen und -nutzer und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, die Datenübertragung zu unterbinden, unzulässig."

Viele Experten raten daher zur Verwendung eines Zwei-Klick-Buttons. Dabei wird der "Gefällt mir"-Button zunächst ohne Funktionalität als reines Bild auf einer Webseite eingebunden - Daten werden zu diesem Zeitpunkt noch nicht übertragen, sondern erst dann, wenn der Nutzer auf das Bild klickt.

Das unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig Holstein hat aber bereits verlauten lassen, dass es mit dieser Lösung ebenfalls nicht einverstanden ist, da weiterhin nicht bekannt ist, welche Daten die sozialen Netzwerke sammeln und was mit den Daten geschieht, sobald der User den "Like"-Button klickt.

Martin Bodatsch
Martin Bodatsch

Webdesign