Interaktiv bloggt

05.03.2012, Jennifer Thissen

Button-Lösung für Online-Shops beschlossen

Am Freitag hat der Deutsche Bundestag dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs „zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr“ zugestimmt.

Betroffen von diesem Gesetz sind alle Verkäufer, bei denen Verbraucher über eine „Schaltfläche“ bestellen können – d.h. in erster Linie Online-Shops und weitere Bestellungsmöglichkeiten im Internet.

Das Gesetz muss nun noch vom Bundespräsidenten unterschrieben werden, bevor es öffentlich im Bundesgesetzblatt verkündet werden kann. Nach der Verkündung gilt eine dreimonatige Übergangsfrist. Ist diese Frist verstrichen, sind die Kaufverträge in Online-Shops nicht mehr rechtskräftig und es drohen Abmahnungen.

Die sogenannte Button-Lösung beinhaltet, dass der Verbraucher bei einer Bestellung seine Zahlungspflicht ausdrücklich erklärt. Daher muss der Button am Ende einer Bestellung, der in vielen Online-Shops derzeit mit „Bestellen“ oder „Bestellung absenden“ beschriftet ist, zukünftig beispielsweise in „Zahlungspflichtig bestellen“ umbenannt werden.

Um Täuschungen und Abo-Fallen zu verhindern, muss der Verbraucher außerdem im Vorfeld der Bestellung über alle Produktkosten, Lieferkosten, monatliche Kosten oder Mindestlaufzeiten informiert werden.

Hier finden Sie den Entwurf zur Gesetzänderung. Weitere Infos gibt es beim Deutschen Bundestag.

Jennifer Thissen
Jennifer Thissen

Online Marketing