Interaktiv bloggt

10.11.2011, Jörg Zell

Aus für Flash for mobile

Es kam wie es kommen musste: Adobe hat nach langem Zögern eingesehen, dass die Zukunft der multimedialen Möglichkeiten bei Smartphones und Tablet-Computern bei HTML5 liegt.

Gerade kommt von Adobe die Ankündigung, Flash für mobile Browser nicht weiter zu entwickeln. Stattdessen wolle man in Zukunft verstärkt an der Entwicklung von HTML5 teilnehmen und Flash-Entwicklern mehr Tools geben, für HTML5 zu entwickeln.

Im offiziellen Adobe-Blog liest sich das so:

“(…)However, HTML5 is now universally supported on major mobile devices, in some cases exclusively. This makes HTML5 the best solution for creating and deploying content in the browser across mobile platforms. We are excited about this, and will continue our work with key players in the HTML community, including Google, Apple, Microsoft and RIM, to drive HTML5 innovation they can use to advance their mobile browsers.”
(Quelle: http://blogs.adobe.com/conversations/2011/11/flash-focus.html)

„Na also, geht doch“, wird man sich wahrscheinlich bei Apple sagen. Bekanntlich hatte Apple-Gründer Steve Jobs quasi einen jahrelangen Feldzug gegen Flash geführt und seine iPhones und iPads beharrlich ohne Flash-Unterstützung ausgeliefert.

Unbestritten: Flash hat im nicht-mobilen Bereich (noch) einige Vorteile gegenüber HTML5. Gerade bei der Einbindung von Video, Audio und Spielen kann HTML5 zur Zeit nicht mithalten. Wir sind gespannt, ob Adobe es versteht, das Geschäftsmodell mit Flash so anzupassen, dass Flash mittelfristig eine Überlebenschance am Markt hat. Im Moment sieht die Entwicklung eher nach einem Anfang vom Ende des seit 1997 entwickelten Flash-Formats aus.

Jörg Zell
Jörg Zell

Geschäftsführender Gesellschafter