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23.02.2012, Jennifer Thissen

Abbruchquote in Online-Shops verringern

Viele Online-Shops haben das Problem, dass ein Großteil ihrer Warenkörbe nicht abgeschlossen wird. Dabei gibt es ein paar einfache Tricks, um die Quote der Abbrecher erheblich zu verringern.

Laut einer amerikanischen Studie lassen sich 48% der Kunden, die den Bestellprozess nicht beendet haben, zu einem Kauf animieren. Dieser Wert gilt allerdings nur für Bestandskunden; bei Neukunden liegt die Quote dagegen gerade einmal bei 3%.

Dieses Potenzial sollte man nicht ungenutzt lassen. Hier gibt es die Möglichkeit, eine Klickpfadanalyse vorzunehmen und herauszufinden, wo genau die meisten Warenkörbe abgebrochen werden und wie man diese Seite verbessern kann, z.B. durch eine verbesserte Usability oder einen größer oder besser platzierten Call-to-Action-Button.

Außerdem gibt es für die meisten Online-Shop-Systeme Add-Ons, die installiert werden können, um die Kunden daran zu erinnern, dass sie in Ihrem Shop noch einen vollen Warenkorb haben. Vorreiter ist hier zum Beispiel Zalando.de: Kunden, die hier Schuhe in ihren Warenkorb legen, sie aber nicht kaufen, erhalten nach ein paar Tagen eine Erinnerungs-Mail. Darin werden sie darauf hingewiesen, dass viele Artikel nur saisonal auf Lager sind und daher schnell bestellt werden sollten, bevor sie ausverkauft sind.

Doch Vorsicht, wenn Sie diese Reminder-Funktion in Ihrem Shop installieren: rechtlich einwandfrei ist dies nur, wenn hierbei die Werbeeinwilligung des Kunden vorab vorliegt.

Andere Möglichkeiten bestehen darin, dass Kunden, die den Bestellprozess noch nicht abgeschlossen haben und dann auf eine andere Seite des Shops oder auf Abmelden klicken, eine Meldung per Layer erhalten. Hierbei können Sie Ihre Kunden darauf hinweisen, dass sie noch Artikel in Ihrem Warenkorb haben. Falls es Probleme im Bezahlprozess gab, kann man ein Feedback-Formular einfügen, in dem der Kunde seine Probleme schildern kann.

Jennifer Thissen
Jennifer Thissen

Online Marketing